Hörgeschädigte und hörende Schülerinnen und Schüler gemeinsam auf großer Fahrt

Die Berufsvorbereitungsklasse der Johannes-Vatter-Schule, Schule mit dem Förderschwerpunkt Hören, in Friedberg und die Berufsfachschulklasse der Beruflichen Schule in Nidda waren gemeinsam auf Klassenfahrt.
Die beiden Klassen im Berufsfeld Ernährung und Hauswirtschaft waren von 2.4.2014 bis 4.4.201414 gemeinsam im Raum Köln/Bonn unterwegs.

Die erste Begegnung fand am Mittwochmittag in der gemeinsamen Unterkunft Malteserhof in Königswinter statt. Die Jugendlichen mit und ohne Hörschädigung waren sehr gespannt aufeinander und schafften es schnell, die Kommunikationsbarrieren zu überwinden. Mit Hilfe von selbst überlegten Gebärden und Zeichen sowie den modernen mobilen Kommunikationsmitteln und einer großen Menge Improvisation gelang der Austausch.

Nachdem die Zimmer und Betten zur Zufriedenheit aller verteilt waren, ging es mit der S-Bahn nach Bonn. Hier erlebten alle eine spannende Führung durch das Haus der Geschichte. Alle Schülerinnen und Schüler erfuhren Wissenswertes über die Nöte der Nachkriegszeit, die Teilung Deutschlands und den Mauerbau. Aber auch das Wirtschaftswunder der 50er und 60er Jahre und die Wiedervereinigung wurden erläutert und veranschaulicht.

Am 2. Tag standen eine beeindruckende Betriebsbesichtigung im Lindner Hotel in Köln und eine Führung im Duft-Museum Farina auf dem Programm. Natürlich war zwischendurch auch noch Shopping in der Kölner Innenstadt angesagt.

Nach dem leckeren Frühstück wurde am letzten Tag der Drachenfelsen in Königswinter per Zahnradbahn und zu Fuß erkundet. Von oben hatten alle tolle Aussichten auf den Rhein und das Siebengebirge. Anschließend fand die große Verabschiedung statt, wobei natürlich auch ein Nachtreffen vereinbart wurde. Die Berufsfachschulklasse fuhr gemeinsam mit ihren beiden Lehrerinnen Jordie Menke und Dominika Bender mit der Bahn zurück nach Nidda. Die Jugendlichen des Berufsvorbereitungsjahrs reisten mit ihrer Klassenlehrerin Silke Wawra im Kleinbus des Landeswohlfahrtverbands zurück nach Friedberg.
Es war für alle eine tolle Fahrt und praktizierte Inklusion!

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