Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung (BBV)

Der Bildungsgang zur Berufsvorbereitung (BBV) für Schüler/innen mit einer Hörgeschädigung an der Johannes-Vatter-Schule ist ein Bildungsgang in Vollzeitform, der auf eine Berufsausbildung oder ein Arbeitsverhältnis vorbereitet. Das BBV hilft, den Berufsweg zu finden, der den per­sönlichen Neigungen und Fähigkeiten am besten entspricht.

Schüler/innen, die noch keinen Hauptschulabschluss haben, können über das BBV einen Hauptschulabschluss erwerben. Dazu muss eine Abschlussprüfung gemacht werden. Wir bieten dazu eine intensive Vorbereitung sowohl im schulischen Bereich als auch im Internat an.

Diese Schulform vermittelt innerhalb eines Jahres Grundkenntnisse und Grundfertig­keiten aus den Berufsfeldern:

  • Metalltechnik
  • Ernährung und Hauswirtschaft
  • Landwirtschaft und Gartenbau
  • Wirtschaft und Verwaltung
Ein weiterer Schwerpunkt der Förderung liegt im Bereich des Arbeitsverhaltens und der Allgemeinbildung. Besonders der fachpraktische Unterricht in gut ausgestatteten Werkstätten führt dazu, dass der Eintritt in eine betriebliche Berufsausbildung er­heblich erleichtert wird. Die Durchführung eines Betriebspraktikums über die Dauer von drei Wochen ist Pflicht und Bestandteil der Ausbildung im BBV. Über diese Maßnahme lassen sich erste Kontakte mit einem Ausbildungsbetrieb herstellen. Bei Fragen stehen den Schüler/innen des BBV und deren Eltern die Leh­rer/innen sowie ein Sozialpädagoge beratend zur Seite. Die Beratung umfasst im Einzelfall auch Fragen zur Berufsorientierung und selbständigen Lebens­führung.

Aufnahme in den Bildungsgang zur Berufsvorbereitung (BBV):

In den Bildungsgang zur Berufsvorbereitung werden hörgeschädigte Schülerinnen und Schüler auf­genommen, die ihre Vollzeitschulpflicht erfüllt haben, die noch keinen Ausbil­dungsplatz finden konnten und Interesse an einem der angebotenen Berufsfelder haben.
Abschlussprüfung BVJ

In der Abschlussprüfung des BVJ kochen die Absolventen ein leckeres Gericht

Dazu gehört auch das Anbraten von Shrimps

Dazu gehört auch das Anbraten von Shrimps

Der fertige Salat

Der fertige Salat

Organisation:

Der Unterricht im BBV ist in Vollzeitform organisiert. Er findet von Montag bis Freitag statt. Es werden ca. 32 Wochenstunden Unterricht angeboten. Davon sind ca. 20 Stunden fachpraktischer Unterricht. Die verbleibenden Stunden verteilen sich auf den fachtheoretischen Unterricht, auf den allgemeinbildenden Unterricht und auf Sport. Das BBV ist in der Regel nach einem Jahr beendet. Für Schüler/innen, die eine besonders intensive Förderung benötigen kann das BBV auf 2 Jahre ausgedehnt werden. Es endet mit einer Projektprüfung als Ab­schlussarbeit. Bei Nichterreichen des Abschlusses wird ein Abgangszeugnis erstellt oder der Zeitraum des BBV-Besuchs bescheinigt. Eine Besichtigung der Schule oder eine Beratung für Schüler/innen mit einer Hörschädigung, für Eltern, Lehrer/innen ist nach kurzfristiger Terminabspra­che jederzeit möglich.

Ansprechpartner Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung (BBV)

Reinhard Fuhrmeister
Reinhard Fuhrmeister

Telefon: 06031/608-692 oder 06031/608-709
Fax: 06031/608-620 (Sekretariat)
reinhard.fuhrmeister@vatterschule.de

Weitere Informationen:

Über den Bildungsgang zur Berufsvorbereitung an der Johannes-Vatter-Schule kann weiteres Info­material angefordert werden. Für Schüler/innen, die keinen Hauptschulabschluss erreicht haben, kön­nen diesen nach erfolgreicher Abschlussprüfung erwerben. Geprüft wird in den Fächern Mathematik und Deutsch durch je eine schriftliche Arbeit. Zum Hauptschulab­schluss gehört auch der Abschluss im BBV (Projektarbeit) und ein durchgeführtes Betriebspraktikum. Das Betriebspraktikum soll möglichst in der Nähe des Wohnortes stattfinden. Es wird von den Lehrerinnen und Lehrern begleitet. Sie können bei Fragen zur Berufsfindung, zu den Ausbildungsberufen, zum weiteren beruflichen Unterrichtsangebot jederzeit mit den Lehrerinnen und Lehrer oder mit un­serem Sozialpädagogen sprechen. In Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur Gießen finden mehrere Berufsberatungen zur Berufsausbildung statt. An diesen Gesprächen sind neben den Schüler/innen auch die Eltern, die Klassenlehrer/innen und evtl. weitere Personen der Arbeitsagentur beteiligt.